Seminarprogramm

Mittwoch, 07.10.2020

11.00–12.00 Seminar (SE 1)
Anatomisch fundierte Systematik radikaler gynäkologischer Operationsverfahren inklusiv pelviner und paraaortaler Lymphonodektomie

Seminarleitung: Ibrahim Alkatout, Kiel / Bernd Holthaus, Damme

 
 

Inhalt:

Anatomischer und Systematisch-Chirurgischer Überblick über nervale und vaskuläre Knotenpunkte radikaler gynäkologischer Operationsverfahren:  Radikale Hysterektomie (nervenschonend), Tief Infiltrierende Endometriose (nervenschonend), Pelvine Lymphadenektomie inklusive ICG, Paraaortale Lymphadenektomie inklusive ICG, Transperitonealer Zugang, Retroperitonealer Zugang

Methodik:

  • Anatomischer Überblick über die Knotenpunkte im Kleinen Becken inklusive Ureter, Gefäße, Nerven (autonom und somatisch)
  • Chirurgische Systematik (inklusive Zugangswege): Radikale Hysterektomie, Tief Infiltrierende Endometriose, Pelvine Lymphadenektomie inklusive ICG, Paraaortale Lymphadenektomie inklusive ICG, Transperitonealer Zugang, Retroperitonealer Zugang

Ziel:

Fundiertes anatomisch-basiertes Grundverständnis laparoskopisch-radikaler Operationsverfahren in der Gynäkologie.

 
11.00–12.45 Seminar (SE 2)
Der schwierige Fall
Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) – Kommission Mamma

Seminarleitung: Ingo Bauerfeind, Landshut
 

Inhalt:

  • Angiosarkom der Brust
  • Triple-negatives Mammakarzinom
  • Mammakarzinom in der Schwangerschaft

Methodik:

  • Fallvorstellung mit Power Point
  • Diskussion
  • Aktive Einbeziehung der Zuhörer

Ziel:

Besprechung schwieriger Entscheidungssituationen bei der Therapie des Mammakarzinoms.

 
11.00–12.45 Seminar (SE 3)
Diagnostik und Therapie von Blutungsstörungen in der Kinder- und Jugendgynäkologie
Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendgynäkologie e.V.

Seminarleitung: Patricia G. Oppelt, Erlangen
 

Inhalt:

Häufig vorkommende Blutungsstörungen im Kindes- und Jugendalter.

Methodik:

Anhand von Fallbeispielen wird das schrittweise Vorgehen erarbeitet.

Ziel:

Erlangung der erforderlichen Kenntnisse bei der Abklärung:
Wie und was muss ich untersuchen (gyn. Untersuchung, Ultraschall)? Muss ich eine endokrinologische Abklärung durchführen? Wie therapiere ich?

 
11.00–12.45 Seminar (SE 4)
OP-Techniken: Step by Step
Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Endoskopie e.V. (AGE)

Seminarleitung: Bernd Bojahr, Berlin
 

Inhalt:

Erfahrene Operateure demonstrieren und erläutern didaktisch teils komplexe Operationen und geben dabei Hinweise zur Vermeidung von Komplikationen.

Methodik:

Step by Step Videosequenzen und Diskussion.

Ziel:

Vermittlung von operationstechnischen Tipps und Tricks.

Vorträge:

  • Totale laparoskopische Hysterektomie
  • Totale laparoskopische Hysterektomie
  • Laparoskopische Sakropexie
  • Laparoskopische pelvine Lymphonodektomie
  • Laparoskopische Ureterolyse
  • Laparoskopische Sanierung von ovarieller Endometriose (Zystenausschälung, Adhäsiolyse)
 
11.00–12.45 Seminar (SE 5)
Zwillingsgeburt
Arbeitsgemeinschaft für Geburtshilfe und Pränatalmedizin in der DGGG e.V. (AGG) – Sektion Mehrlinge

Seminarleitung: Birgit Arabin, Marburg / Amr Hamza, Homburg an der Saar / Ioannis Kyvernitakis, Hamburg
 

Inhalt:

  • Evaluation Kenntnisse,  Sektioraten mit Outcome in Deutschland / internationaler Vergleich
  • Techniken Vaginalgeburt  2. Zwilling in BEL, QL,  hochstehender SL
  • Besondere Aspekte bei Betreuung der Eltern und Kinder vor und nach der Geburt  

Methodik:

  • Power Point Präsentation/Film: Erläuterung der (inter)nationalen Literatur, praktische Anwendung auf Deutschland, verpflichtendes Teaching im Team intern und extern, Techniken der Entwicklung des 2. Zwillings aus verschiedenen Positionen
  • Praktische Übungen an speziellen Modellen, Teambildung für zukünftige Kurse, Anregung zu regelmäßigem Training wie bei Schulterdystokie: "Teach the Teachers and the Residents"
  • Kreative Modelle zur besonderen Erfahrung einer Zwillingsgeburt, Vermeidung von Risiken

Ziel:

  • Reduktion der Sektioraten (auch 2. Zwilling), Verbesserung maternales / kindliches Outcome  
  • Zertifizierung durch Kurse und Schulungen am Modell, ggf. Zentralisierung der Geburten
  • Populationsbasierte Confidential inquiries bei schlechtem Outcome (Mortalität von Mutter oder Zwilling, Sektio beim 2. Zwilling)
  • "Enrichment" – positive Geburtserfahrung
 
11.00–12.45 Seminar (SE 6)
Fetale Echokardiographie
Arbeitsgemeinschaft für Geburtshilfe und Pränatalmedizin in der DGGG e.V. (AGG) – Sektion Pränatalmedizin

Seminarleitung: Rabih Chaoui, Berlin*
 

Inhalt:

Die Diagnostik der wichtigsten Herzfehler, deren besonderen Aspekte der fetalen Hämodynamik, deren perinatalen Umstellung sowie hieraus sich ableitend perinatales Management und Outcome werden abgehandelt.

Methodik:

Vorträge, Falldemonstrationen, Videos

Ziel:

Das segmentale Vorgehen im Rahmen der pränatalen Diagnostik einfacher und komplexer kardialer Anomalien soll erlernt werden.

Vorträge:

  • 4CV, 3VTV und mehr
  • Rechtsherzanomalien
  • Linksherzanomalien
  • Shuntvitien
  • Sekundäre kardiale Funktionsstörungen
 
13.00–14.00 Seminar (SE 7)
Partizipative Entscheidungsfindung in der Urogynäkologie: Interaktives Seminar
Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie und plastische Beckenbodenrekonstruktion e.V. (AGUB)

Seminarleitung: Kaven Baessler, Berlin
 

Inhalt:

In diesem Seminar sollen für verschiedene urogynäkologische Erkrankungen Strategien zur Aufklärung und Entscheidungsfindung für die möglichen konservativen und operativen Therapien interaktiv mit simulierten Patientinnendaten und Rollenspielen erörtert werden. Wichtige Faktoren wie zum Beispiel mit oder ohne Hysterektomie / Kontinenzoperation, in vaginaler / abdominaler / laparoskopischer Technik, mit oder ohne Netzimplantat, mit oder ohne Adnexektomie / Salpingektomie, mit oder ohne gleichzeitige apikale Fixation werden beachtet. Ebenso werden potenzielle Risikofaktoren der Patientinnen wie Übergewicht, Rauchen, schwere körperliche Arbeit, Sexualität, Voroperationen, Asthma etc., aber auch chirurgische Faktoren wie eigenes Können sowie Ausstattung und DRG-relevante Probleme diskutiert.

Methodik:

Es werden von den Referenten Fälle vorbereitet, die interaktiv diskutiert werden. Außerdem wird Zeit für Fälle und Fragen von den Teilnehmenden bleiben. Die Fälle werden anhand von Bildern und Daten vorgestellt. Die Evidenzlage zur Aufklärung richtet sich nach den derzeitigen Leitlinien.

Ziel:

Die Vermittlung und Erarbeitung eines Algorithmus, um Patientinnen mit Beckenbodenfunktionsstörungen hinsichtlich ihrer Therapie unter Berücksichtigung u.a. von Präferenzen, Lebensqualität, gleichzeitiger Harn- oder Stuhlinkontinenz, Nebenerkrankungen, Familienplanung und Sexualität adäquat beraten zu können.

 
13.00–14.00 Seminar (SE 8)
Hormonersatztherapie: Was für wen?

Seminarleitung: Karin Schaudig, Hamburg / Anneliese Schwenkhagen, Hamburg
 

Inhalt:

Indikationsstellung sowie individuelle Therapieplanung einer Hormonersatztherapie bei klimakterischen Beschwerden unter Berücksichtigung anamnestischer Risiken und Begleiterkrankungen.

Methodik:

Power Point Präsentation von Kasuistiken unter Einbeziehung der aktuellen Datenlage. Interaktive Diskussion der Fälle mit den Seminarteilnehmern.

Ziel:

Optimierung des Kenntnisstands bezüglich einer individuellen Herangehensweise bei Indikationsstellung und Therapieplanung einer HET.

 
17.30–18.30 Seminar (SE 9)
Nebenwirkungsmanagement bei der Systemtherapie des Mammakarzinoms
Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) – Kommission Mamma

Seminarleitung: Nadia Harbeck, München / Rachel Würstlein, München
 

Inhalt:

Besprechung der möglichen Nebenwirkungen und Komplikationen bekannter und neuer Substanzen bei der Systemtherapie des Mammakarzinoms (u.a. Chemotherapie, endokrin-basierte und supportive Therapie, zielgerichtete Substanzen und Immuntherapie).

Methodik:

Die Präsentation erfolgt interaktiv, anhand von Falldiskussionen. Fälle können gerne mitgebracht werden.

Ziel:

Die Teilnehmer sollen Sicherheit gewinnen und ihre Kenntnisse in Bezug auf moderne Systemtherapien beim Mammakarzinom vertiefen. Das Seminar eignet sich für Kollegen, die aktiv Systemtherapie verabreichen und für diejenigen, die Brustkrebspatientinnen in Klinik und Praxis betreuen und diese umfassend beraten möchten.


Donnerstag, 08.10.2020

08.00–09.30 Seminar (SE 10)
Genetische Beratung in der gynäkologischen Onkologie

Seminarleitung: Karin Kast, Dresden / Kerstin Rhiem, Köln
 

Inhalt:

Praxisrelevante Informationen zur genetischen Beratung von der Indikationsstellung bis zur Entscheidungsfindung der Patientinnen / Ratsuchenden in Bezug auf risikoangepasste präventive und zielgerichtete therapeutische Optionen.

Methodik:

Vorträge und interaktive Diskussion (inkl. Fallbeispiele).

Ziel:

Die Teilnehmer können nach dem Seminar den klinischen Nutzen genetischer Untersuchungen beurteilen, kennen notwendige Grundlagen des Gendiagnostikgesetzes und seines Geltungsbereiches, können sicher die Indikation zur genetischen Testung stellen, kennen die nicht-direktive Kommunikation von Erkrankungsrisiken und präventive sowie therapeutische Optionen (inkl. Evidenz, Nutzen, Nebenwirkungen), kenne die Herausforderungen der Gesundheitskompetenz (inkl. Ärztliche Wertehaltung und Einstellung).

Vorträge:

  • Wen, was, wie, wann testen?
  • Grundlagen der Risikokommunikation und das Wichtigste zum Gendiagnostikgesetz
  • Risikoadaptierte Prävention – von Früherkennung bis zu risikoreduzierenden Operationen
  • Therapeutische Relevanz der Gentestung
  • Diskussion mit Fallbeispielen
 
08.00–09.30 Seminar (SE 11)
Interaktives Videoquiz zu Ultraschallbefunden aus Gynäkologie und Geburtshilfe
Arbeitsgemeinschaft für Ultraschalldiagnostik in Gynäkologie und Geburtshilfe (ARGUS)

Seminarleitung: Markus Hoopmann, Tübingen*
 

Inhalt:

  • Detektion fetaler Herzfehler
  • Differentialdiagnostik des kleinen Kindes
  • Neuralrohrdefekte
  • Ausgewählte Befunde aus der gynäkologischen Sonographie

Methodik:

Die Fälle werden überwiegend mittels sonographischer Videosequenzen demonstriert und diskutiert.

Ziel:

Anhand von Fallbeispielen aus Gynäkologie, Geburtshilfe und Pränataldiagnostik werden die Referenten gemeinsam mit den Seminarteilnehmern Diagnosen erarbeiten.

Vorträge:

  • Detektion fetaler Herzfehler
  • Differentialdiagnostik des kleinen Kindes
  • Neuralrohrdefekte
  • Ausgewählte Befunde aus der gynäkologischen Sonographie
 
 
08.00–09.30 Seminar (SE 12)
Aspekte der Frühschwangerschaft
Arbeitsgemeinschaft für Geburtshilfe und Pränatalmedizin in der DGGG e.V. (AGG) – Sektion Pränatalmedizin

Seminarleitung: Peter Kozlowski, Düsseldorf
 

Inhalt:

In diesem Seminar werden die verschiedenen nicht-invasiven Methoden der pränatalen Diagnostik beleuchtet, ihr sinnvoller Einsatz in Abhängigkeit in der jeweiligen Ausgangssituation diskutiert und weiter bestehende Indikation zur invasiven Diagnostik erarbeitet.

Methodik:

Interaktives Seminar mit Vorträgen, Falldemonstrationen und Videos.

Ziel:

Die derzeitigen Möglichkeiten der frühen Diagnostik chromosomal und nicht-chromosomal bedingter Anomalien des Feten werden dargelegt und diskutiert.

 

Vorträge:

  • Frühe Fehlbildungsdiagnostik
  • ETS und NIPT
 
10.15–11.15 Seminar (SE 13)
Führerschein Kinderwunsch
Deutsche Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin e.V. (DGGEF)

Seminarleitung: Bettina Böttcher, Innsbruck, Österreich / Maren Goeckenjan, Dresden
 

Inhalt:

Übersicht über aktuelle diagnostische und therapeutische Aspekte bei Kinderwunsch.

Methodik:

PowerPoint-Präsentation mit interaktiver Beteiligung der Teilnehmer, Videosequenzen von reproduktionsmedizinischen Behandlungen, gemeinsame Falldiskussionen.

Ziel:

Vertiefte Kenntnis zur Beratung, Diagnostik und Behandlung von Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch.

 
10.15–11.15 Seminar (SE 14)
Update – von Patientinnen erwartetes Therapieangebot: Chinesische Medizin & Akupunktur in der Schwangerschaft, Geburt & Wochenbett
Arbeitsgemeinschaft für Geburtshilfe und Pränatalmedizin in der DGGG e.V. (AGG) – Sektion Integrative Medizin

Seminarleitung: Ansgar Römer, Mannheim / Karl Zähres, Wuppertal
 

Inhalt:

Chinesische Medizin stellt eine besondere Option in der täglichen Praxis der integrativen Betreuung von Wöchnerinnen dar, die neue Sichtweisen auf die Ursachen und Art von Beschwerden und Störungen sowie bei deren Behandlungsoptionen ermöglichen kann.  In der Chinesischen Medizin werden Ursachen prognostisch benannt und eine andere Art des Zugangs zu erfolgreichen Therapieoptionen aufgezeigt. Die Chinesische Medizin zeigt dabei sehr beachtenswerte und teilweise völlig neue Betrachtungsweisen und Therapieoptionen auf, die für eine ganzheitliche Betreuung von Mutter und Kind von individuell, entscheidender und zielführender Bedeutung sein können.

Methodik:

Die Möglichkeiten und das therapeutische Vorgehen bei Schwangerschafts- und Wochenbettbeschwerden, unter der Geburt und in der ganzheitlichen Betreuung der Schwangeren und Wöchnerin in der täglichen Praxis soll anhand von ausgewählten Indikationen unter den speziellen Aspekten der Chinesischen Medizin betrachtet und dargestellt werden.

Ziel:

Es ist erwünscht, dass im Rahmen dieses interaktiven Seminars, die Teilnehmer den Verlauf des Seminars durch Themenwünsche, Fragen und Fallvorstellungen aktiv mitgestalten.  Für Interessierte die Einführung, für Anwender das praktische Update von Integrativer & Chinesischer Medizin in der ganzheitlichen Schwangeren- und Wochenbettbetreuung, aus der Praxis für die Praxis.

 
 
10.15–11.15 Seminar (SE 15)
Immunologische Aspekte bei der Implantation und Frühschwangerschaft
Arbeitsgemeinschaft für Immunologie in Gynäkologie und Geburtshilfe (AGIM)

Seminarleitung: Ruben-Jeremias Kuon, Heidelberg* / Bettina Toth, Innsbruck, Österreich
 

Inhalt:

Immunologische Grundlagen Implantation/Frühschwangerschaft (Paradoxon, Toleranz, Mechanismen), Immun-Diagnostik bei RSA/RIF, NK-Zellen, chronische Endometritis, immunmodulatorische Therapiekonzepte

Methodik:

Hintergrundwissen und Darstellung eigener wissenschaftlicher Daten, klinische Fallbeispiele

Ziel:

Verständnis immunologischer Prozesse, Grundlagen diagnostischer und therapeutischer Verfahren

 
11.30–12.30 Seminar (SE 16)
Die kleine Hormonanalytikschule

Seminarleitung: Katrin Schaudig, Hamburg* / Anneliese Schwenkhagen, Hamburg*
 

Inhalt:

Erläuterung der Herangehensweise einer individuellen Hormondiagnostik bei der Abklärung unterschiedlicher Fragestellungen im gynäkologischen Praxisalltag.

Methodik:

Power Point Präsentation unter Einbeziehung von Fallbeispielen mit Laborbefunden und interaktiver Diskussion von Kasuistiken.

Ziel:

Optimierung des Kenntnisstands bezüglich einer individuellen und zielorientierten Laboranalytik bei endokrinologischen Fragestellungen.

 
11.30–12.30 Seminar (SE 17)
Häusliche Gewalt: Erkennen und darauf reagieren
Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe e.V. (DGPFG)

Seminarleitung: Claudia Schumann, Northeim
 

Inhalt:

Häusliche Gewalt ist häufig für die schwerwiegenden Folgen der Gesundheit bekannt: z.B. chronische Unterleibsschmerzen, Komplikationen in der Schwangerschaft, sexuelle Störungen, postpartale Depression, problematischer Alkoholkonsum. Trotz der Wichtigkeit der Problematik und zahlreicher erfolgreicher Modellstudien findet das Thema "Häusliche Gewalt"  in der gynäkologischen Praxis noch zu wenig Beachtung.  Im Seminar soll es um das Erkennen von Gewalt gehen inkl. der "red flags" und den Umgang: Gesprächsführung, Dokumentation, Zeitaufwand, Weitervermitteln an Beratungsstellen. Grundlage ist der "Implementierungsleitfaden zur Einführung der Interventionsstandards in die med. Versorgung von Frauen" des BMFSFJ / 2011.

Methodik:

Input-Referat, Fallbesprechung

Ziel:

Frauenärzte in der Praxis sollen zum Umgang mit der Problematik befähigt werden: Gezielte Anamnese, Erkennen von „red flags“, Dokumentation, Weitervermittlung im Rahmen eines lokalen Netzwerks.

 
14.30–16.00 Seminar (SE 18)
Diagnostik und Therapie der Endometriose
Deutsche Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin e.V. (DGGEF)

Seminarleitung: Sebastian Schäfer, Münster
 

Inhalt:

Lernen der Möglichkeiten zum Erkennen und Behandeln von Endometriose anhand von Fallbeispielen und Bildern / Videos.

Methodik:

Darstellung von Fällen, gemeinsame Festlegung der weiteren Schritte, dann Step by Step Präsentation der Untersuchungsbefunde, Erarbeitung einer Verdachtsdiagnose, Festlegung der therapeutischen Strategie, Darstellung der therapeutischen Schritte, Möglichkeit der Präsentation eigener Fälle (die Teilnehmer können gerne eigene Fälle mitbringen, aufbereitet mit Bildern etc.).

Ziel:

Praktische Erarbeitung von Behandlungskonzepten anhand von Fallbeispielen zur Endometriose

 
16.15–17.45 Seminar (SE 19)
OP-Planung – "Operative Therapieplanung beim Mammakarzinom: Was sollte beachtet werden?"
Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Radiologie (AGR) und Arbeitsgemeinschaft für ästhetische, plastische und wiederherstellende Operationsverfahren in der Gynäkologie e.V. (AWOgyn)

Seminarleitung: Michael Golatta, Heidelberg / Jörg Heil, Heidelberg / Marc Thill, Frankfurt am Main*
 

Inhalt:

  • Präoperatives Tumorboard:
    • Welche Tumorbiologie, welches Tumorstadium führt zu einer primären Operation / primären Chemotherapie?
    • Wie lauten die aktuellen situationsabhängigen operativen Empfehlungen (z.B. BET vs. Mastektomie, Axilla, Targeted Axillary Dissection!?)
    • Indikation und Techniken der onkoplastischen Operation
    • Bei geplanter Mastektomie, wann sollte eine SSM wann eine NSM durchgeführt werden? Was bedeuten diese Varianten für das operative Vorgehen?
  • Welche Beratung ist notwendig und wie umfassend sollte die Beratung sein? (Stichwort: Rekonstruktive Möglichkeiten)?
  • Was gilt es bei der Aufklärung zu beachten?
  • Schnittführungen gibt es viele, aber welche ist die Passende?
  • Diskussion der Rationale und des Indikationskatalogs einer präoperativen Markierung, Präparateradiographie, Nachresektion, intraoperativer Schnittrandmessung, shaved margin Konzept?

Methodik:

Die Inhalte werden mit Slides, Videos und am Flipchart erarbeitet.

Ziel:

Ziel dieses Kurses ist es interaktiv zu erarbeiten, welche Dinge bei der operativen Therapieplanung zu beachten sind.


Freitag, 09.10.2020

08.00–09.30 Seminar (SE 20)
Urogynäkologische Sonographie
Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie und plastische Beckenbodenrekonstruktion e.V. (AGUB)

Seminarleitung: Stefan Albrich, München
 

Inhalt:

  • Grundlagen der 2D Beckenboden-Sonographie: Schallköpfe, Einstellungen, Vorbereitungen, etc.
  • Darstellung des vorderen, mittleren und hinteren Kompartiments sowie von Implantaten
  • Grundlagen der 3D / 4D Beckenboden-Sonographie: Ebene der Hiatusenge, Levator-Defekte, Ballooning, Analsphinkter in der 3D Exoanal-Sonographie

Methodik:

  • Seminar mit Vortrag und anschließender Diskussion
  • Übertragung eines Live Scan am Ende mit Diskussion

Ziel:

  • Anwendungsmöglichkeiten des Ultraschalls in Klinik und Wissenschaft
  • Zielgruppen: Arzt in Ausbildung, Facharzt mit Interesse an Urogynäkologie, Geburtshelfer, operativ-tätige Urogynäkologen
 
08.00–09.30 Seminar (SE 21)
Operative Grundprinzipien in der Ersttherapie des Ovarialkarzinoms
Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) – Kommission Ovar

Seminarleitung: Philipp Harter, Essen / Sven Mahner, München / Barbara Schmalfeldt, Hamburg*
 

Inhalt:

Es werden praxisnah die Indikationen, die Kontraindikationen sowie die Techniken in der Behandlung des frühen und auch fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms diskutiert. Besonders wird auf den Operationszeitpunkt im Sinne von neoadjuvant und Intervalloperation eingegangen.

Methodik:

  • Frühes Stadium
  • Fortgeschrittenes Stadium

Ziel:

Indikation und Grundprinzipien der Operation im Frühstadium und im fortgeschrittenen Stadium, Intervalloperation neoadjuvant.

 
10.15–11.15 Seminar (SE 22)
Was ist bei der Betreuung von Trans*Personen zu beachten?
Deutsche Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin e.V. (DGGEF)

Seminarleitung: Katharina Feil, Innsbruck, Österreich* / Jens W. Jacobeit, Hamburg*
 

Inhalt:

Übersicht / Erfahrungsbericht zur Betreuung von Trans*Personen mit besonderem Fokus auf Risiken und Nebenwirkungen der gegengeschlechtlichen Hormontherapie und psychologische Aspekte.

Methodik:

Interaktive Power Point Präsentation mit Fallbeispielen

Ziel:

Erwerb von Grundkenntnissen zur Behandlung von Trans*Personen"

 
10.15–11.15 Seminar (SE 23)
Operative Therapie des Mammakarzinoms
Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) – Kommission Mamma

Seminarleitung: Carolin Nestle-Krämling, Düsseldorf / Thorsten Kühn, Düsseldorf / Christine Solbach, Frankfurt am Main
 

Inhalt:

Probleme und Komplikationen bei der operativen Therapie des Mammakarzinoms. Targeted axillary dissection, onkoplastische Operationen

Methodik:

Powerpoint-Präsentation, interaktive Fallbesprechung.

Ziel:

Verbesserung des Managements von operativen Problemsituationen.

 
11.30–13.00 Seminar (SE 24)
Reduktionsplastik / Mastopexy
Arbeitsgemeinschaft für ästhetische, plastische und wiederherstellende Operationsverfahren in der Gynäkologie e.V. (AWOgyn)

Seminarleitung: Andree Faridi, Bonn*
 

Inhalt:

Verschiedene Techniken zur Reduktion / Mastopexy, individuelle Planung und Auswahl der Operationstechnik, Aufklärung, Anzeichnung, intraoperative Modifikationen, postop. Vorgehen, Management von Komplikationen, Ergebnisse.

Methodik:

Falldemonstrationen (Bild und Video) mit Erläuterungen zur Planung, Anzeichnung und Durchführung der verschiedenen Techniken und Empfehlungen zur postop. Versorgung.

Ziel:

Kenntnisse über verschiedene Operationstechniken und der damit verbundenen Risiken und Komplikationen. Korrekte Aufklärung, Anzeichnung und Durchführung der Operationen.

 
14.00–18.00 Seminar (SE 25)
Spezielle Qualifikation auf dem Gebiet der Endometriose
Stiftung Endometriose-Forschung

Seminarleitung: Karl-Werner Schweppe, Weterstede / Martin Sillem, Mannheim
 

Inhalt:

Leitliniengerechte Diagnostik und Therapie der Endometriose in der Praxis und Vertiefung über das Facharztwissen hinaus.

Methodik:

Sieben PowerPoint-Präsentationen verschiedener Referenten mit interaktiver Beteiligung der Teilnehmer und abschließende schriftliche CME-Prüfung zum Erwerb des Zertifikats.

Ziel:

Aktualisierung des Wissens über Endometriose und den Stellenwert von interdisziplinärer Zusammenarbeit und Qualitätskontrolle auf diesem Gebiet sowie Erwerb des Zertifikats: „Spezielle Qualifizierung auf dem Gebiet der Endometriose“ ausgestellt von der Stiftung Endometriose-Forschung und der Europäischen Endometriose-Liga.

 
15.00–16.30 Seminar (SE 26)
Dauerbrenner Kinder- und Jugendgynäkologie
Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendgynäkologie e.V.

Seminarleitung: Ivonne Bedei, Frankfurt am Main*
 

Inhalt:

Untersuchungstechniken, Normalbefunde und Pathologie in den verschiedenen Lebensaltern, häufige Krankheitsbilder, Diagnostik und Therapie, Fallbeispiele. 

Methodik:

Power Point Präsentation mit interaktiver Beteiligung der Teilnehmer durch gemeinsames Erarbeiten verschiedener Krankheitsbilder sowie Falldiskussionen.

Ziel:

Erlernen von Grundkenntnissen der Kinder- und Jugendgynäkologie für die tägliche Praxis. Dies soll den Teilnehmern ermöglichen, häufige Probleme zu behandeln und komplexe Krankheitsbilder zu erkennen und weiterzuleiten.

 
15.00–16.30 Seminar (SE 27)
Operative Therapie von Genitalkarzinomen
Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) – Kommission Uterus

Seminarleitung: Dr. med. Marco Johannes Battista / Prof. Dr. med. Ingolf Juhasz-Böss
 

Inhalt:

Ausgewählte Operationen gynäkologischer Malignome, z.B. Endometriumkarzinom und Zervixkarzinom

Methodik:

Falldiskussionen, Videopräsentationen, Diskussion der Operationsschritte

Ziel:

Erarbeitung von operativen Schritten anhand von Bildmaterial

 
17.00–18.30 Seminar (SE 28)
Medikamentöser versus operativer Schwangerschaftsabbruch: Leitfaden für die Praxis
Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe e.V. (DGPFG)

Seminarleitung: Dr. Jana Maeffert / Dr. Christiane Tennhardt
 

Inhalt:

In diesem Seminar werden die Grundlagen zur Durchführung des medikamentösen Schwangerschaftsabbruch in der Praxis vorgestellt und mit der operativen Methode verglichen. Es werden sowohl medizinische (Medikamente, Ablauf, mögliche Komplikationen und Kontraindikationen) als auch organisatorische und rechtliche Aspekte besprochen. Für die psychische Bewältigung eines Schwangerschaftsabbruch ist von Bedeutung, auf welche Haltung und Kompetenz die ungewollt Schwangere trifft und ob es die Möglichkeit gibt, mit zu entscheiden, welche Methode angewandt wird.

Methodik:

Referat und Diskussion

Ziel:

Das Seminar richtet sich insbesondere an Gynäkologen, die den medikamentösen Schwangerschaftsabbruch in ihr Leistungsspektrum aufnehmen möchten. Es soll ein Überblick darüber gegeben werden, wie die Voraussetzungen dafür erfüllt werden können und was beachtet werden sollte.


Samstag, 10.10.2020

08.00–09.30 Seminar (SE 29)
Laparoskopische Onkologie

Seminarleitung: Atanas Ignatov, Regensburg* / Thomas Papathemelis, Amberg
 

Inhalt:

Minimal Invasive Operationstechniken in der gynäkologischen Onkologie.

Methodik:

Anhang von OP-Bildern und Videos werden gängige OP-Schritte und Techniken erläutert inklusive Tipps und Tricks.

Ziel:

Überblick organübergreifend über Indikationen, technische Durchführung, funktionelle Anatomie.

 
08.00–09.30 Seminar (SE 30)
Videosession: Urogynäkologische Standardoperation
Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie und plastische Beckenbodenrekonstruktion e.V. (AGUB)

Seminarleitung: Christian Fünfgeld, Tettnang
 

Inhalt:

Urogynäkologische Operationen zur Behandlung des Prolaps oder der Harninkontinenz gehören zum Repertoire einer gynäkologischen Abteilung. Die Vielfalt der Verfahren und der operativen Zugänge (vaginal, abdominal, laparoskopisch) hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen.

Methodik:

Es werden die wichtigsten gängigsten OP-Verfahren ohne und mit alloplastischen Implantaten und die möglichen Zugänge demonstriert und diskutiert.

Ziel:

Da nicht in jeder Klinik alle Verfahren angewendet werden, soll dem Teilnehmer die Möglichkeit gegeben werden, das vielfältige Spektrum der operativen Therapieoptionen kennen zu lernen.

Vorträge:

  • Vordere konventionelle Kolporrhaphie
  • Sacrospinale Fixation nach Amreich
  • Vaginale Hysterektomie
  • Zystozelenkorrektur mit Netz
  • Vaginale Hysteropexie mit alloplastischen Band+
  • Laparoskopische Sakrokolpopexie und Alternativen
  • Suburethrale Bandeinlage
 
08.00–09.30 Seminar (SE 31)
Operative und medikamentöse Grundprinzipien in der Rezidivsituation des Ovarialkarzinoms
Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) – Kommission Ovar

Seminarleitung: Felix Hilpert, Hamburg* / Jalid Sehouli, Berlin / Pauline Wimberger, Dresden
 

Inhalt:

Das vorliegende Seminar diskutiert auf Basis der Leitlinie und aktueller Studien die Indikation und Kontraindikation beim Ovarialkarzinom. Zudem wird die Einbettung der operativen und medikamentösen Therapie und in das gesamt-gyn.-onkologische Therapiekonzept in der Rezidivsituation dargestellt.

Methodik:

  • Frühes Rezidiv
  • Spätes Rezidiv; Indikation + Kontraindikation

Ziel:

Indikation, Kontraindikation und Techniken sowie Komplikationsmanagement und medikamentöse Krebstherapie in der Rezidivsituation des Ovarial-, Tuben- und Peritonealkarzinoms; Definition von Rezidiv und Diskussion von Behandlungsalgorithmen in der Rezidivsituation.

 
09.45–10.45 Seminar (SE 32)
Elternsein und Arztberuf: Es tut sich etwas!
Junges Forum in der DGGG e.V.

Seminarleitung: Lena Gabriel, Homburg an der Saar* / Julian Puppe, Köln*
 

Inhalt:

Praktische Konzepte der immerwährenden Herausforderung Familie und Karriere zu vereinbaren.

Methodik:

Persönliche Erfahrungsberichte und Fallbeispiele im Präsentationsformat, gemeinsame Diskussion.

Ziel:

Vermittlung moderner, familienfreundlicher Weiterbildungskonzepte, Möglichkeiten moderner, familienfreundlicher Arbeitszeitgestaltung und möglicher Fallstricke aus persönlicher Erfahrung.

Vorträge:

  • Klinikdirektor und Vater – geht das?
  • Klinikdirektorin und Mutter – geht das?
  • Weiterbildung mit Kind – geht das?
 
09.45–10.45 Seminar (SE 33)
Umsetzung des geburtshilflichen Simulationstrainings in den klinischen Alltag
Arbeitsgemeinschaft für Geburtshilfe und Pränatalmedizin in der DGGG e.V. (AGG) – Sektion Qualitätsmanagement/ -sicherung

Seminarleitung: Elsa Hollatz-Galuschki, Nürnberg /Christoph Scholz, Ulm*
 

Inhalt:

Erläuterung der Bedeutung eines Simulationstrainings in der Frauenheilkunde.

Methodik:

Präsentation der aktuell vorhandenen Konzepte zur Durchführung eines Notfalltrainings. Anhand von Videos werden typische Szenarien präsentiert und mit den Teilnehmern diskutiert.

Ziel:

Den Teilnehmern die Umsetzung des Simulationstraining in der eigenen Klinik zu erleichtern.

 
13.15–14.15 Seminar (SE 34)
Rationelle endokrinologische Diagnostik in der Kinder- und Jugendgynäkologie
Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendgynäkologie e.V.

Seminarleitung: Heike Hoyer-Kuhn, Köln*
 

Inhalt:

Die wichtigsten endokrinologischen Fragestellungen in der Kinder- und Jugendgynäkologie wie Normvarianten der frühen Pubertät, (Pseudo)Pubertas praecox, Pubertas tarda bzw. Hypogonadismus, Hyperandrogenämie und Late-onset-AGS

Methodik:

Anhand von Fallbeispielen wird das schrittweise Vorgehen erarbeitet.

Ziel:

Erlangung der erforderlichen Kenntnisse bei der Abklärung: Wie gehe ich bei „V.a. Hormonstörung“ vor? Welche Information gibt mir die Anamnese / klinische Untersuchung / Sonographie? Wann bestimme ich welche „Hormone“? Wie interpretiere ich die Funktionstestung?

* eingeladen